
Benevol oder: „ti voglio bene“
Nach dem Erfolg vor zwei Jahren stieg auf dem Zuger Landsgemeindeplatz am 30. August das zweite Benevol-Fäscht. Ein Dankeschön für die Freiwilligenarbeit.
Von Martina Abächerli
Das internationale UNO-Jahr der Freiwilligenarbeit 2001 stand zugleich auch Pate für die Gründung des Vereins Benevol Zug und die gleichnamige Fachstelle. Seither sind zwei Jahre vergangen, und das Führen einer Fachstelle für Freiwilligenarbeit hat sich bewährt. "Wir können einen steigenden Bekanntheitsgrad feststellen, der sich auch über die Kantonsgrenze hinweg bemerkbar macht", erklärte die Fachstellenleiterin Cécile Flaction-Feierabend. Grund genug zum Feiern. Als kleines Dankeschön für all die getätigte Freiwilligenarbeit organisierte der Verein Benevol das zweite Benevol-Freiwilligenfest auf dem Landsgemeindeplatz. Auch wenn es Petrus nicht gut meinte und es so richtig regnen liess: Die Leute kamen trotzdem in grosser Zahl und wohnten dem Fest und seinen Attraktionen bei.

Heisses Schlussbouquet
Das Kuhglocken-Duo Anita & Maik machten den Anfang. Mit ihren 53 Glocken, die sie geschickt zu Melodien ertönen liessen, verzauberten sie das Publikum ab dem ersten Läuten. Sie bimmelten bekannte Musikstücke wie etwa "We are the world" oder "Grüezi wohl Frau Stirnimaa" nach. Aber auch die Gauklergruppe Pajazzo faszinierte mit einem "Living Droll" und der Gaukleraufführung am späteren Nachmittag. Regierungsrätin Brigitte Profos überbrachte statt vieler Worte ein herzliches "Benevol: ti voglio bene". Und der Feuerspeier Salem stellte in einem heissen Schlussbouquet sein Können zur Schau.
"Es ist schade, dass wir nun wettermässig unsere Stände nicht so richtig zur Geltung bringen können", äusserte sich Cécile Flaction-Feierabend weiter. Denn schliesslich hätte man gerne ein bisschen im grösseren Rahmen um die zwei Hauptbereiche - Kurswesen und Beratungsvermittlung von Freiwilligen - geworben. So blieben die Stände hinter dem Zelt. Besonders gerne hätte man auch näher über den Sozialzeit-Ausweis informiert, dieser sei ein Dokument, das in der heutigen Zeit auch von der Wirtschaft als solches akzeptiert werden würde.

Vermännlichung und Verjüngung
"Mit unserer Fachstelle für Freiwilligenarbeit bieten wir eine zentrale und effiziente Koordinationsstelle, welche allen Institutionen und Vereinen im Kanton zugute kommt", sagte Cécile Flaction-Feierabend. So habe man mit Freude eine Vermännlichung und eine Verjüngung der Frewilligen zur Kenntnis genommen. Mittlerweilen beträgt der Anteil der Männer an der Freiwilligenarbeit 30 Prozent. Diese Zahl scheint zwar noch gering, ist aber schon deutlich höher als in vergangenen Jahren.
Auch die Auswertung des zweijährigen Pilotphasenprojekts sei positiv verlaufen. "Interessanterweise haben wir sehr viele Nichtschweizer, die aus Mentalitäts- oder Integrationsgründen bei uns mitmachen", äusserte sich Flaction-Feierabend abschliessend.
Quelle: Neue Zuger Zeitung vom 1. September
zurück