Anerkennungspreis für Freiwilligenarbeit geht an...
 

 

‚MUNTERwegs’ und ‚waldstock open air spektakel’ 

Die Jury hat entschieden: ‚MUNTERwegs’, ein Mentoring-Programm für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, erhält den ersten Preis und das ‚waldstock open air spektakel’ den zweiten. Die Aufgabe war anspruchsvoll für die Jury, hatten sich doch neun ausserordentlich engagierte Organisationen für den Preis beworben. Die Übergabefeier fandt am ‚Tag der Freiwilligenarbeit’ am Montag, 5. Dezember 2011, in Menzingen statt.

Neun Zuger Organisationen haben sich für den erstmals ausgeschriebenen ZUG ENGAGIERT PRIX 2011 beworben. Alle zeichnen sich durch ein überaus hohes Engagement aus und erfüllen wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft. Und das Spektrum der Bewerbungen war sehr breit: Vom Einsatz für Kinder über den Schutz von Tieren bis hin zur Sterbegleitung widerspiegelt die Arbeit der Bewerberinnen und Bewerber die zahllosen Einsatzgebiete von Freiwilligen aus allen Bevölkerungskreisen. Es macht auch bewusst, dass viele freiwillige Engagements innerhalb und ausserhalb von Institutionen das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens ausmachen.

 
Die Jury hatte also keine einfache Aufgabe. Sie benotete die Arbeiten nach einem ausgeklügelten Punktesystem. Alle Organisationen hatten am Jurytag Gelegenheit, ihre Tätigkeit persönlich vorzustellen. Schliesslich entschied die Jury nach eingehender Beratung, den Preis auf zwei Bewerberinnen aufzuteilen:
 
1. Preis: MUNTERwegs, ein Mentoring-Programm für Kinder aus sozial benachteiligten Familien mit Sitz in Menzingen (CHF 3'000)
2. Preis: 'waldstock open air spektakel', das multikulturelle Open Air in Steinhausen (CHF 2'000)

 

MUNTERwegs als Hauptgewinnerin
Bei MUNTERwegs betreuten bisher rund 85 freiwillige Mentorinnen und Mentoren Kinder zwischen 5 und 11 Jahren aus sozial benachteiligten Familien während mindestens acht Monaten. Diese persönliche Begleitung umfasst gemeinsame Freizeitaktivitäten, Unterstützung beim Lernen oder bei der Sprachförderung, was ganz besonders hilfreich ist bei Kindern aus anderen Kulturen. Auf diese Weise kamen also in den letzten drei Jahren seit der Gründung 85 Kinder in den Genuss dieser wertvollen Begleitung. Die Verantwortlichen dieser innovativen Dienstleistung unter der Federführung der Initiantin Miriam Hess haben es innert weniger Jahre geschafft, zahlreiche Freiwillige zu gewinnen. Sie bauen auch sukzessive auf die Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten der Gemeinden und machen da weiter, wo die gesetzlich definierte Aufgabe der öffentlichen Hand an ihre Grenzen stösst. Für die Jury gibt es also einen ganzen Strauss von Gründen für diese Wahl:

MUNTERwegs ist durch eine Privatinitiative entstanden, die Mentorinnen und Mentoren sowie der Vorstand arbeiten grösstenteils auf Freiwilligenbasis.
►Es ist ein Generationen verbindendes Projekt, Jung und Alt kommen in Kontakt.
►Kulturgrenzen werden überbrückt und die Integration gefördert, denn es handelt sich bei den Betreuten oft um Kinder mit Migrationshintergrund.
Die Vernetzung mit Behörden vor Ort und mit anderen Institutionen ist eng.
Das Angebot hat grosses Wachstumspotenzial.
Die Vereinsleitung arbeitet nach professionellen Freiwilligen-Standards, also Aus- und Weiterbildung, Begleitung/Anerkennung der Freiwilligen, Spesenentschädigung der Mentorinnen und Mentoren, Evaluation.
 

‚waldstock open air spektakel’ auf dem 2. Platz
Auch der zweite Preis zeigt, wie wichtig der Jury Eigeninitiative und Generationen wie Kultur übergreifende Engagements sind! ‚waldstock open air spektakel’ hat sich in der Region und darüber hinaus einen Namen gemacht als eine ganz besondere Rosine (und auch Kontrast) im Festival-Angebot: 3500 Besucherinnen und Besucher von Jung bis Alt geniessen gemeinsam ein 3tägiges Festival, das spartenübergreifend lokale, nationale und internationale Kunstschaffende der Sparten Musik, Artistik, Kino, Lesungen, Tanz und Theater eine Plattform bietet. Als einzigartig erachtet die Jury die Ausrichtung des Kulturangebots auf alle Altersstufen und nicht wie üblich einzig auf Junge. 300 ehrenamtliche Mitarbeitende unter der Leitung eines 6köpfigen OK’s und eines erweiterten OK’s – die meisten zwischen 15 und 30 Jahre jung – widerlegen eindrücklich das hartnäckige Vorurteil, dass Junge für Freiwilligenarbeit nicht zu begeistern sind! Mit entscheidend für die Wahl der Jury sind zusätzlich:

Das Festival ist selbst finanziert, Material und Gagen werden durch Gönner getragen, was normalerweise bei Festivals nicht üblich ist.
►Das Generationen übergreifende Miteinander kommt sowohl beim Aufbau wie auch beim Zielpublikum zum Tragen.
Die Verantwortlichen zeigen eine eindrückliche Kontinuität mit 12 Festivals.
►Das Festival hat sich einen wichtigen Platz im kulturellen Leben der Region geschaffen.
 

Menzinger Freiwillige zum Mitfeiern eingeladen
Am Tag der Freiwilligenarbeit, 5. Dezember 2011, fand in der Sonnhalde Menzingen, also am Sitz der Hauptgewinnerin, die feierliche Preisübergabe durch Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard statt. An diesen Anlass ludt der Gemeinderat von Menzingen gleichzeitig die Freiwilligen der Gemeinde zum Mitfeiern und Apéro geniessen ein. Er drückt damit seinen Dank und seine Anerkennung für die vielen in Menzingen geleisteten Freiwilligenstunden aus.
 
      

Preisübergabe an das Siegerprojekt "Munterwegs"

 

Benevol-Präsidentin Theres Arnet im Gespräch mit
2 Mentoring-Paaren vom Siegerprojekt "Munterwegs"

   
Sogar der Samichlaus leistet Freiwilligenarbeit - und überrascht die Teilnehmenden an der Feier   Teilnehmende aus dem Siegerprojekt "Munterwegs" inklusive Jury-Teilnehmende an der Preisübergabe in Menzingen
 
 
Der Anerkennungspreis
Im Kanton Zug wurde dieses Jahr erstmals der Freiwilligenpreis ZUG ENGAGIERT verliehen. Er wurde von BENEVOL Zug initiiert und vom Zuger Regierungsrat finanziert. Ausserordentliches Engagement erfährt damit eine Würdigung in der breiten Öffentlichkeit. Denn freiwillige und ehrenamtliche Arbeit findet oft im Stillen ausserhalb des Schweinwerferlichts statt. Teilnehmen können Vereine, Organisationen, Gruppierungen und Firmen – also alle, die Freiwilligenarbeit leisten.
Der Preis wird auch im 2012 und 2013 vergeben (Ausschreibung im Frühling 2012).
 
 
Die Jury
·         Manuela Weichelt-Picard, Regierungsrätin, Direktion des Innern
·         Tobias Hürlimann, Gemeindepräsident Walchwil
·         Kerstin Borek, Leiterin Soziales und Gesundheit Gemeinde Cham
·         Christoph Müller, Vorsitzender Geschäftsleitung Alfred Müller AG, Baar
·         Theres Arnet-Vanoni, Präsidentin BENEVOL Zug
·         Andreas Feyer-Krieger, Fachstellenleiter BENEVOL Zug 
 
 

 

  
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